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Besuch auf der Cebit

Am nächsten Tag wollten wir zur Cebit in Hannover fahren. Er sollte dorthin fahren, um wertvolle Kontakte für seine Firma zu erschließen. Außerdem wollte er sowieso dahin. Ich war erst unentschlossen, weil ich eigentlich nicht so besonders technikbegeistert bin. Er hat mich dann doch überredet und dich bin mitgekommen. Ich sollte es noch bereuen. Die Zugfahrt war noch das beste an unserem Ausflug, der Rest war mir eindeutig zu stressig. Es waren ganz viele lustige Typen im Zug – ich nehme an, auch alles Studenten auf dem Weg zur Messe. Bei vielen hatte man aber echt den Eindruck, dass sie gar nicht auf diese Messe wollten, sondern bloß dahin geschickt worden sind.

Die große Halle war überwältigend und bei dem Veranstaltungsplan blieb nicht viel Zeit für Pausen. Wir zogen an eine Stand nach dem anderen vorbei. Er stellte überall interessiert Fragen und verstand auch wenigstens die Antworten. Für mich war das ganze technische Blabla so unverständlich, dass ich es bald aufgab, so zu tun, als würde ich auch nur ein Wort davon verstehen, was mir gesagt wurde.

Da er als Elektrotechniker sich besonders gut auskennt mit allen elektronischen Geräten, konnte ihm der Mann von der Messe auch nicht wirklich etwas neues erzählen. Ich war schon ein bisschen stolz, dass er sich nichts von ihm erzählen ließ. Ich glaube, er wusste sogar viel mehr als der Typ von der Messe. Jedenfalls in Bezug auf Hardware. Bei der Software ließ er sich dann doch ein paar Tipps für Gadgets und Apps geben.

Nach dem Mittagessen wäre ich am liebsten wieder zurückgefahren. Aber ich musste bis zum Abend warten, bis er zufrieden war. Man muss eben Kompromisse eingehen. Vielleicht fahren wir nächste Woche dafür zum Ikea und suchen etwas schönes für unsere Wohnung aus.

1 Kommentar 27.3.12 15:07, kommentieren

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Unsere gemeinsame Wohnung die Zweite

 Als er dann nach einer Woche bei seinen Eltern zurück nach Berlin kam, wollten wir eigentlich auch noch die Küche einrichten. Mein Vater hatte eine Küche nur für uns eingebaut. An die Wand kamen Holzpanele und als Arbeitsfläche diente eine große Tischplatte. Darunter stellten wir dann den Kühlschrank. Für das Geschirr hatten wir Hängeschränke vorgesehen aber leider haben wir weder eine Bohrmaschine noch besonderes handwerkliches Geschick.

Mein Vater hat einen guten Kollegen, den er immer wieder kleine handwerkliche Tätigkeiten machen lässt. Meistens gibt er ihm dann Bier aus. Als Herr Schmidt dann anrückte mit seiner Bohrmaschine, konnte es losgehen. Ich stand auf der anderen Seite der Wohnung und wollte im Bad etwas erledigen. Da kam plötzlich der Bohrer durch die Wand und hinterließ einen großen Krater. Das Loch war so groß, dass wir es auch nicht verschließen konnten mit Gips oder so.

Dann hatte er doch mal eine gute Idee. Er fragte mich, ob er sein Mangaposter hier aufhängen könne, jetzt wo es im Bad so schrecklich aussieht. Das habe ich dann spontan gemacht und siehe da es passte ganz gut.

In der Küche wollte ich unbedingt noch ein Gewürzregal anbringen. Dazu sind wir in den Baumarkt gefahren und haben ein Brett ausgesucht. Ich wollte unbedingt eins das eine grobe Holzmaserung aufweist. Das hat er dann über dem Herd angebracht. Das finde ich super praktisch, weil man zum Kochen nichts aus dem Schrank holen muss.

Im Bad fehlt mir eine Badewanne. Es gab leider nicht so eine große Auswahl freier Wohnungen in Berlin und deshalb hatten wir uns für eine ordentliche Wohnung entschieden, die leider ohne Wanne und nur mit Dusche ausgestattet war. Ich hatte aber schon von der Möglichkeit gehört, sich eine Plastikwanne auf Füßchen in die Wohnung zu stellen. Richtig cool oder? Beim Kochen in der Badewanne sitzen, ist ein Traum.

17.3.12 15:04, kommentieren

Unsere erste gemeinsame Wohnung

 Hallo ihr Lieben! Schön, dass ihr mal wieder auf meinem Blog vorbeischaut. Es hat lange gedauert, bis ich mal wieder Zeit gefunden habe, einen längeren Beitrag zu schreiben. Es war soviel los in letzter Zeit, dass ich kaum zum schreiben gekommen bin. Ihr wisst ja, dass ich in diesem Monat mit meinem Freund zusammen gezogen bin. Er hat in Hannover studiert und jetzt seinen Abschluss gemacht. Jetzt ist er ausgebildeter Elektrotechniker. Er interessiert sich so ziemlich für alles, was mit Technik zu tun. Deshalb hat er auch total viele elektronische Geräte.

Da wir nun beide unseren Masterplatz hier an der TU in Berlin bekommen haben, konnten wir jetzt endlich zusammen ziehen. Nach drei Jahren warten, konnten wir es gar nicht erwarten, endlich zusammen zu leben und eine Wohnung zu teilen.

Bei der Einrichtung war mein Durchsetzungsvermögen gefragt. Er wollte unbedingt seine komischen Mangaposter aus seinem alten Studentenzimmer bei uns über das Bett hängen. Ich kann es immernoch nicht fassen. Wir haben tagelang Möbel ausgesucht und waren uns auch über den Teppich und die Gardinen endlich einig geworden (auch das war nicht einfach) und dann will er das Gesamtbild mit diesen unästhetischen Bildern ruinieren. Er wollte natürlich auch keinen Streit mit mir haben, denn er weiß ja wie wichtig mir eine schöne Wohnung ist. Also hat er auf die blöden Plakate verzichtet.

Stattdessen wollte ich dort eigentlich ein großes Fotoposter von uns beiden anbringen aus unserem ersten gemeinsamen Urlaub in Paris. Das würde auch schön zur Einrichtung passen und sorgt für eine romantische Stimmung. Als ich dann eines Tages gut gelaunt nach Hause kam, musste ich feststellen, dass er über das gemeinsame Bild auf einem Regal seine Stereoanlage angebracht hatte. Wie das eben bei den modernen Geräten ist, haben sie viele Kabel. Die Ladekabel für iPhone und Co. hingen also kreuz und quer an der Wand entlang bis zur Steckdose. Dann habe ich mich tierisch aufgeregt, wie er wohl so das Ambiente zerstören könne. Er zuckte bloß mit den Schultern. Offensichtlich konnte er meine Aufregung nicht verstehen. Männer!

2.3.12 15:00, kommentieren